Das Schönheitsideal im beginnenden 21. Jahrhundert lässt sich mit wenigen Worten treffend beschreiben – dünn, dünner, am dünnsten. Gerade Stars und Prominente leben diesen Schlankheitswahn auf den roten Teppichen dieser Welt immer wieder in einer Art und Weise aus, die nur als exzessiv bezeichnet werden kann. Dass dabei aber die Gesundheit und in einigen Fällen anscheinend auch die Vernunft auf der Strecke zu bleiben scheint, nehmen Betroffene wie auch die Medien billigend in Kauf. Das andere Extrem dieser Entwicklung sind Verbraucher, die solange Essen zu sich nehmen, bis ein lebensbedrohliches Gewicht erreicht ist. Betrachtet man die Zahlen bezüglich dieser beiden Phänomene einmal etwas genauer, fällt sicher auf, dass Frauen hiervon wesentlich häufiger betroffen sind.
Männer blenden Hunger einfach aus
Dem Grund für diese geschlechterspezifische Entwicklung ist jetzt scheinbar ein Forscherteam aus New York auf die Spur gekommen. Die Wissenschaftler haben mehrere Probanden beider Geschlechter bezüglich ihrer Gehirnaktivität und dem Zusammenhang mit Hunger untersucht. Während Männer auch nach mehreren Stunden ohne Nahrung das Hungergefühl einfach aus ihrem Gehirn ausblenden konnten, hatten es die weiblichen Angehörigen der Studie deutlich schwerer. Trotz Unterdrücken der subjektiven Wahrnehmung des Hungergefühls konnten die Forscher bei den Frauen Hunger immer noch in der Hirnaktivität nachweisen. Welche Bedeutung hat das Ergebnis dieser Studie aber für den Alltag? Diese Frage muss zwar abschließend noch genauer geklärt werden.
Aber eine andauernde Präsenz des Hungergefühls kann eine der Erklärungen sein, warum Frauen trotz Schlankheits- und Diätwahn eher zur Fettleibigkeit neigen als das männliche Geschlecht. Um den Hunger wirksam zu bekämpfen, hilft am Ende also nicht Fasten, sondern hin und wieder den Gelüsten nachzugeben. Und wer abnehmen will – mehr Bewegung und ausreichend Sport sorgen ebenfalls dafür, dass mit dem „heiß geliebten“ Hüftgold endlich Schluss ist.
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