Der Österreicher Bernhard Kohl hat im vergangenen Jahr bei der Tour de France für Aufsehen gesorgt – zum einen aufgrund seines sportlichen Erfolges und zum anderen vor dem Hintergrund der immer wieder aufkeimenden Problematik. Mittlerweile steht der ehemalige Gerolsteiner-Profi wieder im Rampenlicht und weitet mit dem Eingeständnis, auch zum Eigenblut-Doping gegriffen zu haben, das persönliche Schuldeingeständnis noch aus.
Gleichzeitig erhebt der gesperrte Radprofi aber auch schwere Vorwürfe gegen seinen Ex-Manager Stefan Matschiner, unter dessen Ägide Bernhard Kohl nicht nur das verbotene Mittel CERA eingenommen hat, sondern von Matschiner auch andere Dopingsubstanzen erhalten haben soll. Stefan Matschiner droht im Fall der Verurteilung eine Haftstrafe von bis zu fünf Jahren, da nach österreichischem Recht der Besitz und Verkauf verbotener Substanzen strafbar ist.
Im Fall Matschiner/Kohl sind die Ermittler dem ersten Anschein nach auf ein neues Doping-Netzwerk gestoßen, in dessen Zentrum sich anscheinend eine Blutbank in Österreich befindet.
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