Wer läuft, bleibt gesund, verbessert die körperliche Fitness und hat gerade beim Laufen in der Gruppe auch nach Feierabend noch Spaß – schön, wenn dieses Bild wirklich der Realität entsprechen würde. Allerdings macht ein nicht unerheblicher Teil der Hobbysportler genau die gegenteilige Erfahrung. Statt Lust sorgt Frust für einen schnellen Abfall der Motivation – Seitenstechen hier, Sodbrennen da und am Ende sogar Blähungen.
Wie aber entstehen diese Beschwerden beim Laufen und lassen sich die genannten Phänomene auch verhindern?
Um erfolgreich gegen Laufbeschwerden anzugehen, ist eins natürlich besonders wichtig – die genaue Kenntnis der Ursache.
Jeder kennt diese Situation – kaum ist man losgelaufen, macht sich bereits eine unangenehme Enge im Brustkorb breit. Tritt dies besonders an kühlen Tagen auf, ist die Ursache schnell gefunden – durch die Mundatmung gelangt kalte Luft in die Atemwege und führt zum Anschwellen der Bronchien. An dieser Stelle hilft ein einfacher Trick – einfach etwas Tempo herausnehmen, angemessen aufwärmen und auf die Nasenatmung achten. Liegt dagegen eine Allergie als Ursache vor, wird die Situation schwieriger. An dieser Stelle muss das Training nach Möglichkeit dem Pollenflug angepasst werden. Zusätzlich sollten größere Anstrengungen wie Sprints vermieden werden.
• Sodbrennen
Macht sich hinterm Brustbein ein unangenehm brennender Schmerz bemerkbar, gepaart mit häufigem Aufstoßen, ist der Übeltäter oft das bekannte Sodbrennen. Dabei gelangt Magenflüssigkeit in die Speiseröhre und schädigt die ungeschützte Schleimhaut. Beim Laufen kann dieses Phänomen auftreten, da die Bauchmuskulatur besonders beansprucht wird. Vorbeugend sollte einige Stunden vor der Belastung keine fettreiche und scharfe Nahrung aufgenommen werden. Gleiches gilt für Kohlensäure und Koffein. Sofern die Beschwerden anhalten und auch in den Ruhephasen präsent sind, ist der Besuch beim Hausarzt angebracht.
• Blähungen und Abdominalschmerzen
Wer beim Laufen häufig einen Bauchschmerz und die Anwesenheit von Darmgasen verspürt, sollte auf die eigene Ernährung achten. Zwar gehören Ballaststoffe zur ausgewogenen Sporternährung, können aber unerwünschte Nebenerscheinungen mit sich bringen. Zudem regt Sport die Bewegung des Darms an, was eine Ursache der Bauchschmerzen sein kann. Die Lösung – einfach die Mahlzeiten so planen, dass vor dem Training nur leichte Kost in Magen und Darm liegt.
• Abgeschlagenheit und Müdigkeit
Treten diese beiden Symptome auf, kommt als Ursache das sogenannte Übertraining in Frage. Auch die Muskulatur muss den Belastungsreiz erst verarbeiten und sich an die wachsende Intensität anpassen. Werden Pausen zu kurz bemessen, tritt ein Leistungsabfall auf, der sich in einem Motivationstief und den beschriebenen Symptomen bemerkbar macht.
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