Creatin Langzeitanwendung Creatin Dauereinnahme

Heute möchte ich mal näher auf das Thema der Langzeitanwendung von Creatin eingehen, da sich hier in den letzten Jahren die Meinung breit gemacht hat welche unter anderem von den Herstellern von Creatin verbreitet wurden, dass eine Einnahmedauer von Creatin länger als 6 Wochen schädlich sei.

Nach den Ergebnissen einer Langzeitstudie von über einen Zeitraum von 4 Jahren zu finden unter: „Creatine Einnahme and health variables“ Med Sci Sports Exerc 33, 183-188 von Schilling et al.
Diese Studienergebnisse im Bezug auf die Creatineinnahme sind zwar „retrospective“ im deutschen bedeutet dies soviel wie „Die Ergebnisse wurden im nachhinein erhoben“

Insbesondere wurde der Schwerpunkt in dieser Studie darauf gelegt die möglichen längerfristigen Nebenwirkungen von Creatin als Nahrungsergänzung zu belegen und zu untersuchen bei einer mehrmonatigen bis hin zur mehrjährigen Einnahmedauer von Creatin.. . . . . .


Besonders wenn ich über eine Daueranwendung von Creatin spreche werden hier im Forum und unter befreundeten Sportlern oder im Fitnessstudio immer wieder kritische Worte erhoben, die vor einer solchen länger dauernden Anwendung von Creatin warnen.
Creatin als Nahrungsergänzung ist jetzt berreits seit den letzten ca. 16 Jahren in einem immer grösseren Angebot erhältlich was die Supplementierung und die „Rezeptur“ anbelangt hat sich in den letzten 4-5 Jahren ein wahrer Creatin Entwicklungsboom entwickelt. Die bekanntesten bzw. beliebtesten Creatin Produkte der heutigen Zeit in Deutschland meiner Auffassung nach schon lange Zeit nicht mehr das typische Creatin Monohydrat, wobei als Hauptbestandteil alle Nahrungsergänzungsmittel immer “nur” das Creatin verwenden wird. Die bekanntesten bzw. beliebtesten Creatin Produkte mit einer „Transportmatrix“ (Unterstützung des Creatintransportes in die Muskelzellen) sind meiner Meinung nach CreaVitargo, Creatin XT und event. noch Zell Tech GS. Auch die Darreichungsform hat sich entscheidend verändert besonders die „neuen“ Creatinprodukte werden zunehmens auch in Kapselform angeboten. Diese Darreichungsform der Creatinkapseln erleichtern ungemein die Einnahme insbesondere für Sportler unterstützt die nicht immer die Zeit oder Örtlichkeiten besitzen um sich einen „Creatinshake“ an zu setzen. Der neuste Trend im Zuge der Creatinforschung stellen die Produkte Krea Alkalyn und Krea Genetic dar diese Creatinvarianten erschienen in relativ kurzen Abständen innerhalb der letzten 2 Jahre auf dem Sporternährungsmarkt daher sind besonders diese zwei Creatinvarianten zum momentanen Zeitpunkt schwer zu beurteilen.

Ganz im Gegensatz dazu vertrete auch ich die Meinung dass die bekannte Form von Creatin auf jeden Fall zum heutigem Zeitpunkt abschliessend zu beurteilen ist. Da ich selbst auch zu den Anwendern gehöre die seit langer Zeit Creatin als Dauersupplement zuführt. Stimme auch ich persönlich diesen Studienergebnissen mit meiner Erfahrungen zu und kann die Aussagen somit durch eigene Erfahrungen ebenfalls bestättigen.

Bei der Studie wurden Untersuchungen von Schilling (Studien durchführender) 26 Athleten und Sportler aus verschiedenen Sportdisziplinen wie Footballspieler, Gewichtheber und Leichtathletikatlethen in Bezug der Wirkung und möglichen Nebenwirkungen während der Einnahme über einen Zeitraum von bis zu 4 Jahren klinisch untersucht, insgesamt 65 Blutwerte genommen und die Sportler befragt abschliessend wurden immer die Hormonwerte bestimmt und dokumentiert.
Neun der insgesamt 26 Sportler nahmen seit knapp einem Jahr Creatin als Nahrungsergänzung und 10 Probanten dieser Studienteilnehmer hatten bereits seit mehr als einem Jahr bis hin zu vier Jahren Kurweise (Zyklus) Creatin eingesetzt und regelmässig Supplementiert. Dahingegen wurden in
Einer Kontrollgruppe 7 Teilnehmer integriert denen es noch an jeglicher Erfahrung mit Creatin fehlte.

Die „Creatin-Kuren“ dauerten dabei üblicherweise 4 Wochen, mit einer anschliessenden 1-4-wöchigen Einnahmeunterbrechung. Die “Aufladephase” der ersten Woche lag im Durchschnitt bei 13,7 Gramm Creatin täglich. In der “Erhaltungsphase” für die übrige Zeit der Einnahme betrug im Mittelmass eine vergleichsweise hohe Dosis von 9,7 Gramm Creatin täglich. Zum Zeitpunkt der Untersuchung befanden sich alle Creatinvanwender der Guppe in der oben geschilderten “Erhaltungsphase”.

Alle bei den Studienteilnehmer/Probanten bestimmten Blutwerte lagen im Normalbereich. Die Ausnahme bildeten zwei “Ausreisser” bei den beiden lagen einigen Enzymparametern ausserhalb des Normberreiches bei der Untersuchung. Die jedoch in allen Gruppen anzufinden waren und keinen Zusammenhang mit der Creatineinnahme vermuten oder gar beweisen liessen. Es gab zwischen den Gruppen keine grossen Unterschiede, ausser beim Gesamtproteingehalt im Serum, der bei der Gruppe, die seit knapp einem Jahr Creatin einnahm, etwas höher als bei den anderen zwei Gruppen angesetz war.

Die Kreatinin Werte im Blut bei den Creatinkonsumenten waren gegenüber den Nichtanwendern (Testgruppe) erhöht. Dieser Wert, der bei zwei Sportlern auch knapp oberhalb des Normbereichs lag, steht für das Abbauprodukt des Creatins im Körper. Frühere Untersuchungen zeigen bereits, dass bei einer Einnahme dieses Supplements in einigen Fällen dieser Parameter leicht ansteigt, ohne dass dies eine klinisch relevante Störung bedeuten würde. Ausserdem zeigen die vorhandenen Daten, dass solche Anstiege des Kreatinins immer reversibel sind. Darüber hinaus ist zu bemerken, dass der Kreatininspiegel im Blut auch sehr stark von der Höhe der Muskelmasse abhängig ist und die Langzeitcreatinanwender dieser Untersuchung gegenüber den anderen Studienteilnehmer auch eine klar erhöhte fettfreie Körpermasse aufwiesen, so dass auch dies der Grund für die höheren Werte sein könnte.

Bei der Hormonspiegeluntersuchung blieben die Parameter der Werte insbesondere von Testosteron, Cortisol und Wachstumshormonen vollkommen unverändert.

An Nebenwirkungen wurden von insgesamt sieben aller Studienteilnehmer gelegentliche Muskelkrämpfe genannt. Allerdings wurde dies mit vier der sieben Sportler ohne Erfahrung mit einer CreatinEinnahme am häufigsten genannt (entsprechend 57% gegenüber 11% bzw. 20% in den beiden Creatingruppen), so dass die Behauptung, Creatin führe vermehrt zu Muskelkrämpfen, diesen Daten zufolge nicht richtig ist. Es wurde auch von allen Betroffenen der Creatingruppen hinzugefügt, dass sie nicht glaubten, dass die Einnahme dafür verantwortlich sei. Lediglich drei aller Creatinverwender gaben als eindeutige Nebenwirkung gelegentlich Magen-Darm-Beschwerden (Blähungen bis hin zu leichtem Durchfall, die für höhere Einzeldosierungen typischen Nebenwirkungen) während der Aufladephasen an. 84% aller Benutzer stuften Creatin als effektiv leistungssteigernd wirkende Substanz ein, alle Befragten wollten es weiter benutzen.

Interessant war bei dieser Arbeit auch, dass, zumindest im Trend, bei den Creatinverwendern etwas niedrigere Blutspiegel an Gesamtcholesterin und Triglyzeriden (Neutralfetten) zu beobachten waren, was frühere Daten stützt, die ein etwas verbessertes Blutlipidprofil bei Creatin Einnahme zeigen konnten.

Diese Ergebnisse der Creatin Studie lassen jetzt zumindest darauf schliessen, dass mögliche Langzeitnebenwirkungen bei einer Daueranwendung von Creatin weniger zu erwarten sind.

Lesenswerte Beiträge im Forum:
Creatin Muskelaufbau Creatin Dosierung Creatin Wirkung

Creatin vs Koffein

Eintrag im Lexikon:
Creatin Lexikon im Buchstaben C

Creatin bestellen im Sportshop von www.Body-Styling-products.de :
Creatin im Sportshop

KreaAlkalyn das neue Creatin Produkt Diskussion im Forum:
Frage zu KreAlkalyn

Creatin Buch alles über Creatin, Wirkung und Dosierung. Ein muss für jeden der es erstmals Anwenden möchte.

Ausschlussklausel:
Der Autor bezieht sich hier grösstenteils auf die erwähnte Studie im Zitat zum Thema der Langzeitanwendung von Creatin, spiegelt jedoch wie immer seine Meinung und Erfahrung in seinen Texten wieder ohne Anspruch auf Richtigkeit!!



 

3 Reaktionen zu
“Creatin Langzeitanwendung Creatin Dauereinnahme”

  1. Kamikatze Gravatar

    schrieb am November 7, 2008 10:26 pm einen Kommentar.

    26 Testpersonen ist ja wohl sehr wenig. Noch dazu haben nur 10 Personen das Creatin länger als ein Jahr eingenommen. Des Weiteren sind das alles Sportler; wahrscheinlich sogar Profis. Hätten diese Probleme mit dem Creatin gehabt, dann hätten sie es auch abgesetzt.

    Soweit ich die Problematik bezüglich einer längeren Anwendung verstanden habe, ist eben nicht die Einnahme, sondern das Absetzen das Problem. Der Körper muss sich erst wieder daran gewöhnen, das Creatin selbst zu produzieren.

    Auch geht anscheinend aus der Studie nicht hervor, dass es Menschen gibt, bei denen Creatin gar keine Wirkung zeigt. (Entweder wurde das in der vorliegenden Rezension nicht erwähnt, weil es auch in der Studie nicht erwähnt wird oder es wurde vergessen?) Dabei wurde eben das bereits nachgewiesen und man liest immer wieder davon. Laut Studie gibt es so etwas aber anscheinend nicht. Somit bezweifle ich den Wert dieser Ministudie.

    Man weiß auch, dass es Menschen gibt, die Steroide besser vertragen als andere. Man sehe sich nur ein einmal die Profis an. Andere bekommen schon nach wenigen Monaten Tumore.

    Und gerade die Hersteller und Vertreiber, die ja alle Geld verdienen wollen, diese Geier, empfehlen eine Pause. Warum wohl? Sicher möchte man keine Risiken eingehen, aber wenn das Creatin auf lange Sicht ungefährlich wäre, dann würde man keine Pausen verordnen. Bei Proteinen gibt es auch keine empfohlenen Unterbrechungen. Mal abgesehen von speziellen Gainern.

    Ich finde, bevor man leichtsinnig und eigenmächtig entgegen der Verordnungen die Dosen erhört und/oder die Dauer der Einnahme, sollte man noch ein paar Studien abwarten. Kann sein, dass eine kurze Überschreitung nichts bewirkt, aber eine ununterbrochene Einnahme über Jahre hinweg …


  2. DerZaenker Gravatar

    schrieb am November 7, 2008 10:55 pm einen Kommentar.

    Also es wurde sich mit dem Aspekt der Langzeitanwendung von Creatin und deren Risiken beschäftigt und

      nicht

    ob Creatin bei allen Menschen mit gleicher Intensität anschlägt, sicher ist bekannt das es einen geringen Prozentsatz an Menschen gibt bei den Creatin angeblich gar nicht wirkt. Wobei auch hier noch genau zu definieren währe welche Art der Creatinwirkung ein Hobbyathlet gerne hätte das ist in den seltensten Fällen wohl die ATP Lager zu nutzen sondern eben Volumen zu erziehlen.

    Mir sind vielmehr eine Vielzahl an “Hobbysportlern” bekannt die sich billigen 0/8/15 Creatinabfall rein ziehen. Wenn man sich den Rohkostenpreis und den Verarbeitungsprozess anschaut, ist schon klar das irgendwann eben Ende der realistischen Preisgestaltung ist, welche sich eben auf

      kosten der Qualität

    niederschlägt und somit der Wirkung.
    Insbesondere bei grob vermalenem Creatin ist der Zerfall zu unnutzbarem Kreatinin um ein vielfaches schneller. Oder eben es wurde falsch dosiert, nicht trainiert oder eben unregelmäßige Creatingaben supplimentiert.

    Die Frage warum Hersteller 6 Wochen Dauer der Creatineinnahme empfehlen ist leicht zu beantworten.
    Aus Haftungsgründen in Bezug auf das Lebensmittelrecht insbesondere eben bei diätischen Lebensmitteln. Man vergleiche das zum Beispiel mit einem Vitamin Präparat. Auch dort sind Höchstgrenzen angegeben, die gerne real überschritten werden insbesondere im Bodybuilding in der Vitamin B Schiene im Schwerpunkt Vitamin B6 und Vitamin B12.

    Somit halten sich die Herstelle an geltende Richtlinien der EU und sind auf der sicheren Seite, das würde auch ich so tun wenn ich Nahrungsergänzungsmittel abfüllen würde. Nicht zu vergessen ist die Gradwanderung zwischen diätischem Lebensmittel und Arzneimittel, bei Nahrungsergänzungsmitteln wo eine Dauereinnahme empfohlen wird aus Gründen X-Y wird schnell unterstellt, das dies keine Nahrungsergänzung mehr darstellt wie der Name ja bereits genug an Aussagekraft enthält, sondern eben ein Eingriff in die körpereigenen Funktionen stattfindet mit dem Ziel in körpereigene Funktionen dauerhaft ein zu greifen und somit schnell vom einem Gleis auf das andere rutscht.

    Solange Proteingaben nicht in Form einer Katabolen Diät oder auch genannt einer Proteindiät über einen langen Zeitraum in hohen Dosen verabreicht wird, denke ich ist dagegen nichts zu sagen allerdings bei diesen Diäten leidet der Körper doch schon mächtig worauf ich aber in diesem Thread nicht eingehen möchte.
    Des weiteren sei noch mal erwähnt das ich weder die ununterbrochene Creatineinnahme über Jahre hin weg empfohlen habe noch dazu raten würde. Meine Meinung beruht hier lediglich auf dem Standpunkt das man insbesondere bei Creatinmatrixpräperaten eine längere Anwendungsdauer in Betracht ziehen könnte.
    Was der Konsument mit Sporternähungs-, oder Nahrungsergänzungspräperaten letztendlich tut ist nur jedem seine Sache. Schaut man sich die Meinungen einschlägiger Profis und Athleten an dann wird zu 60% im Bereich der legalen Nahrungsergänzung sowieso überdosiert da ist es unrelevant was auf der Verpackung steht, den in Zeiten des Internets sind in Blogs und Foren zahlreiche Erfahrungen zu lesen und beizutragen.
    Wie immer wo wir gerade beim Rechtssystem sind.


    Der Autor spiegelt in allen Worten seine Meinung und Erfahrung in seinen Texten wieder ohne Anspruch auf Richtigkeit!


  3. Brauche Studien, weil mein Fitnesstrainer zu inkompetent ist =) Gravatar

    schrieb am Juli 20, 2010 11:38 pm ein Pingback.

    […] kannste was mit anfangen Creatin Langzeitanwendung Creatin Dauereinnahme Von DerZaenker Schlagzeilen, Sporternährung, Ern… und Pwo mit Wasser war doch nur, dass das Whey schneller aufgenommen wird und das Whey nicht zu […]


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