Fett weg mit Ausdauersport

Mit dem Ausdauersport zum Traumkörper – wer kennt sie nicht, die Versprechen der Hochglanzmagazine und selbst ernannten Fitnesspäpste. Leider ist auch hier nicht alles Gold, was glänzt. Zwar ist die oft ins Feld geführte Behauptung, dass nur Ausdauersport eine wirksame Fettverbrennung ermöglicht, nicht ganz falsch. Aber trotz allem lohnt auch hier ein gesundes Misstrauen. Damit Joggen, Radfahren oder Schwimmen und im Winter auch der Langlauf wirklich Ergebnisse erzielen, sind mehrere Randbedingungen zu erfüllen.

•    Intensität und Belastungsdauer: Im Krafttraining gilt zwar eine hohe Intensität der einzelnen Übungen als wünschenswert, im Ausdauersport empfiehlt sich aber eher eine hohe Belastungsdauer bei niedriger Intensität. Schuld ist die Tatsache, dass der menschliche Muskel auf unterschiedliche Art mit Energie versorgt wird. Für kurze Belastungen mit hohen Leistungsspitzen setzt der Körper in erster Linie auf den anaeroben Metabolismus. Für die „Fettverbrennung“ steht dagegen der aerobe Energiestoffwechsel im Vordergrund. Letzterer hat einen entscheidenden Vorteil – den Muskeln wird über einen langen Zeitraum Energie zur Verfügung gestellt. Was natürlich mit einem hohen Fettverbrauch einhergeht. Besonders wichtig ist deshalb die Kontrolle der eigenen Pulsfrequenz.
•    Den eigenen Körper kennen: Leider überschätzen sich viele Freizeitsportler gerade dann, wenn Rücksicht auf den eigenen Körper am Wichtigsten wäre – beim Einstieg in den Sport. In den ersten Trainingswochen deshalb lieber den eigenen Ehrgeiz zügeln und mit einer langsamen Steigerungen beginnen. Speziell Muskeln und Sehnen, die eine Belastung nicht gewohnt sind, reagieren auf die plötzliche Anstrengung sonst leicht gereizt.
•    Regelmäßigkeit: Viel hilft viel – diese Devise kann im Sport eher kontraproduktiv wirken. Genau wie das Gegenteil. Wichtig ist für´s Abnehmen mittels Ausdauersport eine gewisse Regelmäßigkeit, ohne dabei aber auf Ruhephasen zu verzichten. Schließlich muss sich der Körper von den Anstrengungen erholen. Wer 2 bis 3 mal pro Woche eine Trainingseinheit absolviert, merkt schnell den Anstieg der persönlichen Fitness-Kurve.
•    Abwechslung: Vom Joggen zum Radfahren oder Schwimmen – kein Problem, denn ohne Abwechslung sinkt im Freizeitsportbereich schnell die Motivation. Zudem werden durch die unterschiedlichen Belastungen verschiedene Muskelgruppen gefordert, was einen positiven Einfluss auf´s „Gesamtkonzept“ hat.
Wer diese Grundbedingungen für das eigene Training im Hinterkopf behält, kann sich auch als Einsteiger auf sichtbare Erfolge freuen. Eine wichtige Voraussetzung gilt aber immer, ob nun Leistungssport oder bloßes Hobby: Ohne die passende Ernährung nutzt das beste Training wenig.



 

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