Kaum machen sich draußen die ersten Sonnenstrahlen breit, zieht es jeden Freizeitsportler an die frische Luft. Aber gerade die ersten Outdoor-Trainingseinheiten werden im Frühjahr unterschätzt, denn wer seit sechs Monaten zum ersten Mal wieder auf Inline-Skates steht oder im Fahrradsattel sitzt, muss mit zum Teil schweren Unfällen rechnen. Nicht nur Kraft und Ausdauer sind in den Wintermonaten ein wenig eingerostet – auch Reaktion und Koordination lassen nach der kalten Jahreszeit zu wünschen übrig. Um Risiken zu vermeiden, lohnt sich deshalb ein Training der Reaktionsschnelligkeit und Koordination.
Je nach Sportart unterscheiden sich an dieser Stelle natürlich die einzelnen Übungen, da Reaktion und Koordination nicht unmittelbar nur an die Reizleitung innerhalb der Nerven gekoppelt sind. Wer als Freizeitsportler die eigene Reaktionsschnelligkeit verbessern will, muss in jedem Fall auch die motorischen Fähigkeiten verbessern. Wesentlicher Bestandteil eines gezielten Trainings der Reaktionsschnelligkeit ist deshalb immer das Zusammenspiel der einzelnen Muskelgruppen. Welche Übungen im Rahmen des Trainings zum Einsatz kommen, entscheidet sich natürlich in erster Linie an den Anforderungen der Sportart.
Radfahrer (ob Mountainbike oder Rennrad spielt an dieser Stelle keine Rolle) und Inline-Skater profitieren etwa von einfachen Übungen zum Training des Gleichgewichtssinnes. Als Einstieg bietet sich hier etwa das Stehen auf einem Bein mit geschlossenen Augen an – auf den ersten Blick zwar eine recht einfache Übung, erweist sie sich aber tatsächlich nicht selten als schwierig. Steht dagegen die Reaktion aus der Aktion heraus im Vordergrund, kann auf andere Übungen zurückgegriffen werden. Ein simples Beispiel lässt sich ohne viel Aufwand umsetzen.
Einfach zusammen mit einem Trainingspartner abwechselnd die Rolle des „Vorturners“ übernehmen – das Gegenüber muss die Bewegungen synchron nachvollziehen. Daneben lassen sich Koordination und Reaktionsschnelligkeit auch hervorragend mithilfe des schnellen Zuspiels von Tennis- oder Fußbällen erreichen. Den Möglichkeiten sind grundsätzlich fast keine Grenzen gesetzt. Allerdings gilt auch hier die Devise: „Vor´m Training ist Aufwärmen Pflicht!“ Schließlich beugt das Aufwärmen nicht nur Verletzungen vor, sondern verbessert auch die ablaufenden stofflichen Prozesse innerhalb des Muskels und sorgt für eine Steigerung der Reizleitung.
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