Körperfett berechnen durch Körperfettmessung

Bodybuilder mit langjähriger Erfahrung wissen sicher um die Problematik des eigenen Körperfetts und kennen in der Regel bereits mehr als eine Technik, um den Körperfettanteil zu bestimmen. Aber gerade Einsteiger sind mit den Feinheiten des Themas sicher nur unzureichend vertraut und für einige Hintergrundinformationen dankbar.
Zwar wird heute oft der Eindruck erweckt, dass jedes Gramm Fett am eigenen Körper sofort in Langzeitschäden mündet, wie Bluthochdruck oder Kreislaufproblemen. Dabei erfüllt das menschliche Fettgewebe für den Organismus wichtige Aufgaben – sofern es nicht im Übermaß vorhanden ist. Neben der Funktion eines Energiespeichers kann Fettgewebe auch als Isolier- bzw. Baufett auftreten. In letzterer Funktion dient das Körperfett dem Körper in erster Linie als mechanischer Schutz.
Kurz – wer sich seines gesamten Fettgewebes entledigen will, arbeitet gegen den eignen Körper. Je nach Alter und Geschlecht unterscheiden sich die „Idealmaße“ beim Körperfett (Männer zwischen 12 und 21%, Frauen zwischen 17 und 26%). Leistungssportler weichen in der Regel von diesen Werten deutlich ab. Allerdings lässt sich nur ein Teil des Körperfetts wirklich „anfassen“. Ein gewisser Prozentsatz ist in Form des viszeralen und subkutanen Fettes um die Organe bzw. unter der Haut lokalisiert.

Wie lässt sich der Körperfettanteil nun bestimmen o. das Körperfett berechnen?
Zu diesem Zweck der Körperfettberechnung  bieten sich unterschiedliche Messverfahren zur Körperfettmessung an, deren Genauigkeit bei der Bestimmung des Körperfettes teilweise deutlich bei den verschiedenen Körperfettmessverfahren zu wünschen übrig lässt.
Eine Variante der Körperfettmessung ist die Bestimmung der Hautfaltendicke mittels eines Caliper. Zwar bleibt die Methode nicht ganz ohne Nachteil für den Betroffenen, hat aber gegenüber der elektrischen Körperfettbestimmung einen großen Vorteil – Flüssigkeitseinlagerungen haben keinen Einfluss auf das Messergebnis.
Selbst beim Arzt oder in der Apotheke wird oft nur mit einem Handgerät oder einer Waage bei der Körperfettbestimmung ein Wert “gemessen”. Diese Geräte zur Körperfettmessung sind zwar besser/genauer als die günstige Haushaltsversion, aber immer noch sehr ungenau um einen wahren Wert des Körperfettes zu bestimmen.

Der Caliper ist deshalb die einzig wirkliche Möglichkeit um eine Körperfettmessung für den „Privatgebrauch“ durch zu führen, wenn man einen relativ genauen Wert des Körperfettes ermitteln möchte.
Nur dafür muss man korrekt messen können, was auch eine gewisse Übung erfordert. Man beachte dabei das die meisten Caliper keine Anleitung beinhalten wie diese nun richtig angewendet werden um das Körperfett gezielt und wiederholbar ermitteln zu können.
Das beste zur Ermittlung des Körperfettanteiles wäre eine BIA (Bio-Impedanz-Analyse), wenn man seinen Diäterfolg oder die Massezunahme exakt verfolgen möchte.
Mobile Geräte zur Körperfettberechnung dieser Art (BIA) kosten aber leider gute 2000 Euro und sind somit kein Thema für den Privatgebrauch. Allerdings kann ich euch raten falls Ihr Interesse habt ein mobiles Gerät dieser Art mal zu verwenden und aus der Nähe kommt euch im Forum an @Conan zu wenden, einfach mal die Suche in unserem Sportforum benutzen und per PN Kontakt mit Conan aufnehmen.

Kommt stattdessen eine elektrische Körperfettwaage zum Einsatz, müssen unterschiedliche Einflussfaktoren berücksichtigt werden, welche im tageszeitlichen Rhythmus schwanken können. Zum Ablesen eines allgemeinen Trends ist letztere Methode aber durchaus geeignet.
Die Körperfettwaagen liefern meiner Erfahrung bei jeder neuen Körperfettberechung  immer recht unterschiedliche Ergebnisse bei der Ausgabe der Körperfettmessung zumindest wenn das in den genauen Prozent Bereich fallen soll.
Die gängigen elektronischen Körperfettwaagen arbeiten eigentlich meines Wissens nach alle nach dem Gleichen Prinzip sie setzen Körpergröße, Gewicht, Alter und Geschlecht in ein Verhältnis und daraus wird dann ein prozentualer Körperfettanteil “berechnet” meiner Meinung nach nahe liegend geschätzt.
Bei diesem Prinzip der Körperfettmessung mit Körperfettwaagen wird ein Wechselstrom durch den Körper geschickt, daraus lassen sich ein Durchflusswiderstand und eine Rektanz messen. Da das Körperfett nicht gemessen werden kann lässt sich daraus eine Schlussfolgerung ziehen.

Bei jedem ist das Körperfett aber anders verteilt und/oder hat eine andere Dichte wie soll man das in eine Formel packen die auf alle passt?!

Hinzukommt das Du als Kraftsportler eine veränderte Stoffwechseltätigkeit und eine erhöhte Muskulaturdichte haben wirst, dass interpretieren die Körperfettwaage gerne mal falsch was in der Natur der Messtechnik liegt. Diese erhöhte Dichte führt dazu, dass sich der Messwiderstand im Körper erhöht.
Da gibt es allerdings dann Körperfettwaagen die dies berücksichtigen können und bieten hier einen Modus an extra für Sportler, wobei ich mal meine das dies eher eine Faustformel sein wird, weil jeder ist ja da anders.

Fazit: die Körperfettwaagen die elektronische Impulse durch den Körper senden, eignen sich maximal für Vergleichswerte und Messungen. Insbesondere bei immer denselben Rahmenumständenden mit Schwerpunkt auf die Hydrationszustände des Körpers. Wo wir ja schon mal bei einem Grundlegendem Problem währen……

Um eine 100%ig treffende Aussage zu machen setze ich bei der Körperfettmessung einen Fettcaliper ein und kombiniere dies Vergleichsweise mit den ermittelten Körperfettwerten einer Körperfettwaage. Wobei hier immer das Augenmerk gesetzt sein sollte auf gleiche „Rahmenzustände“
Absolute Bestimmungen des Körperfettanteils lassen sich dagegen zum Beispiel anhand radiologischer Messverfahren durchführen, welche nur noch Computer Tomographie, Ultraschallmessung und eine Wasserdichten/verdränungsmessung  sind. Welche aber für den Laine für den „Privatgebrauch“ schier unmöglich sein sollte.
Vor dem Hintergrund einer erhöhten Strahlenbelastung ist deren Einsatz allerdings gesundheitlich nicht unbedenklich. Eine wesentlich schonendere Variante ist stattdessen die Bestimmung der Aktivität des Isotops Kalium-40 oder der Griff zu bildgebenden Methoden.



 

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