Dass die richtige Ernährung einer der wichtigsten Bausteine im Leistungs- und Hobbysportbereich ist, weiß fast jeder Sportler. Trotz dieser Tatsache wird das Potenzial vieler Nahrungskomponenten nur selten richtig ausgeschöpft. Ein Beispiel sind Nüsse. Egal, ob Hasel-, Wal- oder Cashewnüsse – immer wieder wird ihnen nachgesagt, dass sie nur Unmengen an Fett enthalten. Und vor diesem Hintergrund meiden viele Sportlern die kleinen Kraftpakete. Dabei enthalten die verschiedenen Nüsse nicht nur einen hohen Energiegehalt, sondern können auch bei den Mineralstoffen und Vitaminen punkten.
Was aber genau steckt alles in den Nüssen?
Nüsse und ihre Inhaltsstoffe
Wer nach dem Sport gern zu Walnüssen greift, schützt sich nicht nur dank des Trainings vor schwerwiegenden Gefäßerkrankungen. Auch die Inhaltsstoffe der Walnuss helfen dabei. Dank der Alpha-Linolensäuren kann die Walnuss das Blutcholesterin senken und beugt damit einer Schädigung der Koronararterien vor. Oder wie wäre es mit einer Handvoll Cashewnüsse? Neben dem darin enthaltenen Vitamin B, welches Gehirn und Nerven auf Trab hält, stehen Phenolsäuren und Protease-Inhibitoren im Verdacht, das Krebsrisiko zu minimieren.
Ein weiterer Vertreter der Nüsse mit überzeugenden Eigenschaften ist die Paranuss. Letztere enthält ebenfalls das Vitamin B und dient gleichzeitig als Selen-Quelle. Ein Mangel dieses Spurenelements kann zu unterschiedlichen Krankheitsbildern führen. Die Aufnahme von Selen ist daneben auch für Personen mit Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse von Vorteil. Die Liste der kleinen Kraftpakete ließe sich noch weiter fortsetzen. Fakt ist – wer auf Nüsse als Nahrungssupplement setzt, nimmt nicht nur Energie zu sich, sondern auch andere positive Inhaltsstoffe.
Nüsse und ihre Grenzen
Allerdings ist bei einigen Nusssorten auf die Dosierung zu achten. Zwar wirkt das Selen der Paranuss in einer gewissen Menge vorteilhaft, kann aber bei einer zu hohen Dosierung auch zum Gift werden. Ähnliches gilt für die Bittermandel. An dieser Stelle ist allerdings nicht Selen, sondern der Blausäuregehalt der Nüsse ein limitierender Faktor. Wie diese Beispiele zeigen – einige Nüsse sollten nur in Maßen genossen werden. Gleichzeitig kann eine einfache Handvoll nicht die ausgewogene und reichhaltige Ernährung ersetzen, die sich jeder Sportler angedeihen lassen sollte.
Zudem muss beim Thema Ernährung und Nüsse noch auf ein weiteres Problem hingewiesen werden, denn Nüsse kommen leider auch als Allergene in Frage. Wer nach dem Genuss bestimmter Nusssorten plötzliche Veränderungen im Bereich der Mundschleimhäute und ein Unwohlsein verspürt, sollte die betreffenden Nüsse meiden bzw. ärztlichen Rat für weitere Schritte suchen.
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