Hinter der schönen Welt der Fitnessstudios und immer ausgefallenerer Fitnesstrends treten die Schattenseiten des Sports oft in den Hintergrund. Im Gegensatz zum Doping wird Sportsucht weder in den Medien, noch durch die Betroffenen selbst in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Oft wird solange geschwiegen, bis es längst zu spät ist und der Ausweg immer steiniger und schwerer wird.
Was versteht man aber unter dem Begriff der Sportsucht?
Sportsucht – eine Erklärung
Ähnlich der Spielsucht handelt es sich auch bei der Sportsucht um eine Verhaltenssucht, welche sich nicht auf einen bestimmten Wirkstoff fokussiert. Vielmehr leidet der Süchtige hier unter dem inneren Zwang, sich ständig bewegen und sportlich verausgaben zu müssen. Diesem inneren Bedürfnis wird nicht nur der gesamte Tagesablauf untergeordnet – auch soziale Bindungen treten zum großen Teil vollkommen in den Hintergrund. Gegenüber Alkohol und Drogen ist das medizinische Bild der Sportsucht erst seit wenigen Jahren bekannt.
Sportsucht hat viele Facetten
Beim Thema Sportsucht darf natürlich eines nicht vergessen werden – die Symptome. Ähnlich anderen Suchterkrankungen sind Betroffene in aller Regel die Letzten, denen ihr eigenes Verhalten bewusst wird. Dabei meldet sich der Körper bereits früh zu Wort.
Überlastungssignale werden nicht mehr wahrgenommen, Pausen immer weiter verkürzt und trotz Verletzungen das Training nicht ausgesetzt. Auch die Motivation unterscheidet sich deutlich vom gesunden Sportler – Freude an der Bewegung wird durch einen inneren Zwang ersetzt.
Trainingspausen empfindet der Sportsüchtige zudem als beklemmende Situation – am Ende drohen sogar Entzugserscheinungen. Im Gegensatz zur Ansicht, dass eine Sportsucht nur für Ausdauersportler zum Problem werden kann, zeichnen Studien ein anderes Bild. Auch im Bodybuilding muss die Gefahr ernst genommen werden. Der Wunsch, unbedingt an Muskelmasse zuzulegen, führt immer wieder zur Muskelsucht (Muskeldysmorphie oder Bigorexia). Das Gegenteil wäre die Anorexia Athletica.
Wie bei jeder anderen Suchterkrankung ist auch der Weg aus der Sportsucht für alle Beteiligten lang und schwer. Neben der Behandlung der eigentlichen Symptomatik müssen die Betroffenen langsam wieder in ihren Alltag zurückfinden und mit ihrem Leben wieder bei Null beginnen.
Ursachen der Sportsucht
Auf der einen Seite sehen Suchtmediziner hier den eigenen Körper als „Einstiegsdroge“. Intensives Training setzt Endorphine frei – körpereigene Glückshormone, die eine berauschende Wirkung freisetzen können. Daneben werden aber auch gesellschaftliche Zwänge, was das äußere Erscheinungsbild oder Leistungsbild betrifft, für die Entstehung der Sportsucht verantwortlich gemacht. Trotz allem - auf Sport verzichten muss niemand.
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LeNa
schrieb am Januar 4, 2010 2:01 pm einen Kommentar.
Ich bin sportsüchtig
.. Und ich mache ein Plakat darüber
Ich habe euch noch was zu sagen:
Weiter so
Larissa
schrieb am Dezember 22, 2010 6:16 pm einen Kommentar.
An einigen Stellen könnte man ihn noch weiter ausbauen, aber um sich einen Überblick über die Sport-Sucht zu machen eignet sich dieser Artikel sehr gut!
Markus
schrieb am Dezember 24, 2010 1:35 am einen Kommentar.
Also ich hab mir jetzt schon einige Artikel über die Sportsucht durchgelesen, sie treffen auch nahezu immer wieder auf mich zu, aber was mir fehlt sind eigentlich ein paar tips wie man da vll wieder von los kommen kann …