Für viele Ausdauersportler ist sie der ständige Begleiter – die Wasserflasche. Schließlich ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr eine der Grundvoraussetzungen, um in Training und Wettkampf die optimale Leistung abrufen zu können. Allerdings kann sich ein Zuviel an Flüssigkeit auch kontraproduktiv auswirken. In extremen Fällen führt ein Überschuss sogar zum Tod.
Allerdings treten solche Fälle eher selten auf und stellen deshalb eine echte Ausnahme dar. Schuld an den negativen Folgen des Flüssigkeitsüberschusses ist die verdünnende Wirkung.
Wer als Sportler zuviel trinkt, entwickelt ein Konzentrationsgefälle im Blut.
Während die Gesamtmenge steigt, nimmt der prozentuale Anteil wichtiger Mineralstoffe immer weiter ab. Gefährlich wird diese Tatsache dann, wenn zum Beispiel Natrium oder Magnesium davon betroffen sind. Zum Beispiel spricht man in der Humanmedizin ab einer Natriumkonzentration von unter 120 mmol/l von einer sogenannten schweren Hyponatriämie, die in ihrer letzten Konsequenz und ohne Behandlung tödlich enden kann. Anzeichen wären etwa Bewusstseinsstörungen oder Schwindelanfälle (Natrium ist ein wichtiger Bestandteil der Zellflüssigkeit und unter anderem auch essentieller Baustein der Reizleitung). Ganz auf´s Trinken sollte man aber trotzdem nicht verzichten.
Generell gilt gerade im Ausdauersport, dass mit der Flüssigkeit auch ausreichend Mineralstoffe aufgenommen werden sollten. Und wer gerade im Sommer an größeren Wettkampfveranstaltungen teilnimmt, muss nicht bis zum Start an der Flasche hängen.
Sind die Flüssigkeitsdepots eine Stunde bis eine halbe Stunde vor dem Start gefüllt, ist dies ausreichend. Und wer eher gemütlich beim Marathon unterwegs ist und nicht auf einen der vorderen Plätze abzielt, kann auch beim Trinken etwas maßvoller reagieren – nicht jeder angebotene Becher muss auch bis auf den letzten Tropfen geleert werden.
Letzen Endes bleibt noch die Frage offen, warum die Medizin mittlerweile zu einer gewissen Mäßigung beim Thema Flüssigkeit aufruft. Schuld ist hier besonders eine falsche Interpretation des menschlichen Flüssigkeitsbedarfs. D
as Resultat ist die Meinung vieler Verbraucher, das viel Trinken immer eine positive Wirkung entfaltet.
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