Fans und Universum-Chef Klaus-Peter Kohl sind nach der Absage des WBA-Titelkampfes vom Wochenende in Helsinki empört. Und selbst einige Experten stehen der Entscheidung des finnischen Verbandes kritisch gegenüber. Hintergrund ist die bereits seit Jahren bekannte Erkrankung von Ruslan Chagaev an Hepatitis B. Angeblich soll kurz vor dem Kampf ein medizinisches Risiko für Nikolai Walujew bekannt geworden sein, was am Ende zur Absage des Titel-Kampfes kurz vor dessen Austragung geführt hat.
Zwar hätte der Kampf durchgeführt werden können – allerdings nur unter der Bedingung, dass sich Walujew impfen lässt – so der Box-Promoter Universum. Allerdings habe es keine Entscheidung des Sauerland-Boxers Walujew in dieser Frage gegeben, weshalb Universum gegenüber der Presse bereits rechtliche Schritte gegen Sauerland und Nikolai Walujew androht. Gleichzeitig äußerte sich Universum-Chef Kohl deutlich und bezeichnete den Russen als „größten Feigling“.
Mittlerweile halten sich sogar hartnäckig Gerüchte, dass der Kampf extra aufgrund der strengen medizinischen Regeln in Finnland nach Helsinki vergeben wurde. Walter Wagner, ein renommierter Mediziner und Ringarzt, hat bereits in der Presse festgestellt, dass der Kampf in Deutschland ausgetragen wurden wäre. Welche Konsequenzen aus der Absage des Titel-Kampfes gezogen werden, soll laut WBA spätestens in einer Woche bekannt gegeben werden.
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